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Wochenendtour in das Sauerland

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» Zusammenfassung

Die Vorbereitungen

Das letzte Wochenende war ein langes Wochenende. Zumindest für diejenigen, die die Möglichkeit hatten, den Freitag zwischen Christi Himmelfahrt und dem Wochenende frei zu nehmen.

Janina und ich hatten leider nicht die Möglichkeit. Während wir uns dann Christi Himmelfahrt die Frage stellten, was wir denn so anstellen könnten, fiel uns nicht viel ein. Die Hunde müssen halt regelmäßig raus, das könnte man mit einem kleinen Geocaching- Ausflug kombinieren. Wir schauten im Internet nach, ob irgendwo in der Nähe was versteckt ist und das man mit einem schönen Spaziergang kombinieren kann. Was soll ich sagen, wir fanden nichts, dass bei uns Jubelschreie auslöste.

Ich machte einen Gegenvorschlag. Wir verbringen diesen Donnerstag gemütlich zu Hause und fahren dafür Samstag und Sonntag ins Sauerland. Dort kann man schön wandern und wir sind wieder mit unserem Wohnmobil unterwegs. Der Plan war geschmiedet. Die Details waren auch schnell festgelegt. Wir fanden auf der Geocaching-Homepage eine schöne Strecke zwischen Arnsberg und Meschede, die uns gut gefiel. Laut Beschreibung sind dort mehrere Dosen auf einem kleinen 8 Kilometer langen Rundwanderweg versteckt. Das klingt toll. Als nächstes mussten wir noch einen Stellplatz finden. Unser Plan war, am Samstag die 150 km anzureisen, gemütlich irgendwo zu übernachten und am Sonntag schön mit den Hunden zu laufen und anschließend wieder nach Hause zu fahren. Einen freien Stellplatz zu finden, dürfte bestimmt nicht leicht werden an diesem ersten langen Wochenende. Aber versuchten wollten wir es trotzdem. Ich fragte meine ProMobil-Stellplatz App nach vorhandenen Stellplätzen in dieser Gegend und Janina suchte auch. Ich habe die bezahlte Profi-Version und Janina die Freie Version auf ihrem Smartphone installiert. Warum ich das nun so betone? Ganz einfach. Ihr wurde ein Stellpaltz im benachbarten Ort angezeigt und mir mit meiner bezahlten App nicht! Aber so hatten wir jetzt ein Ziel und mussten nur noch den Freitag überstehen.

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Unsere Hinfahrt und erster Tag

Regen Der Samstag begann gemütlich. Um acht sind wir aufgestanden, die Tiere wurden versorgt und wir frühstückten gemütlich. Dann machten wir uns ans packen. Janina legte richtig los. Ich hatte es nicht ganz so eillig. Es war ja nur eine Anfahrt von maximal zwei Stunden Fahrtzeit. Das WoMo hatte ich gestern schon vorbereitet. Wasser gebunkert und Strom angeschlossen, um den Kühlschrank schon mal vorzukühlen.

Trotzdem brauchten wir fast eine Stunde bis wir endlich alles fertig hatten. Um kurz nach elf Uhr startete ich den Diesel. Die Autobahnen waren frei. Halb Nordrhein Westfahlen war wohl für ein Kurzurlaub an der Niederländischen Nordseeküste und so kamen wir in weniger als zwei Stunden ohne Unterbrechungen an. Die gute Nachricht war, wir fanden den Stellplatz sofort und auf den drei freien Plätzen war kein anderes Wohnmobil. Die schlechte Nachricht war, dass wir einige Stunden zu früh waren. Die drei Parkbuchten vor dem kleinen Hallenbad dürfen nur während der Nachtstunden als Stellplatz genutzt werden. Vom Tennisplatz nebenan hörten wir das ständige Plopp der Tenisbälle und es war viel Verkehr von den Schwimmbad- besuchern. Hier gefiel es uns gar nicht! Wir suchten also nach alternativen Stellplätzen in der Nähe und fanden einen in Warstein an der Brauerei. Zumindest anschauen wollten wir ihn uns, denn schlimmer kann es ja eigentlich gar nicht werden.

Zwanzig Minuten später waren wir an unserem neuen Ziel. Wir fuhren auf dem fast leeren Stellplatz und dreheten eine Runde. Hier kann man es aushalten. Darum fuhren wir zurück zur "Warsteiner Welt", in der sich auch die Rezeption befindet. Die "Warsteiner Welt" ist eine große Halle mit Bierzeltgarnituren und Bierausschank. Hier warteten die Gruppen der Brauereibesucher und brachten sich schon mal in Stimmung. Die Anmeldung war schnell erledigt und wir bezahlten 15 Euro für uns zwei inklusive Strom und Waschhaus. Es war inzwischen schon Mittagszeit und entsprechenden Hunger hatten wir. Bier wollten wir nicht, aber man kann in dieser Halle auch Bratwurst oder zünftigen Eintopf kaufen. Nur als wir endlich an der Reihe waren, mussten erst neue Würstchen aufgelegt werden. Auf Eintopf verzichteten wir nur, weil man den nicht mitnehmen konnte. Wir waren einfach nicht in der Stimmung, auf Bierzeltgarnituren zwischen den lauten Gästen zu sitzen. Im WoMo haben wir bestimmt noch was zum Essen.

Auf dem Platz war bereits ein Wohnmobil, ein Wohnwagen und einige Hardcorecamper in Zelten. Wir wählten eine Parzelle, die nicht zu weit vom Waschhaus entfernt lag und und uns nicht den Vorwurf aussetzte, Kuschelparker zu sein.

Ich verkabelte schnell das Auto und dann schauten wir, was unsere Bordeigene Küche uns heute bieten kann. Tütensuppe. Das klingt toll. Es war nämlich das einzige, was wir neben Brot und Aufschnitt an Bord hatten. Die Suppe war noch ein Überbleibsel aus dem Campingsupermarkt an der Ostesee, als wir uns plötzlich eingeschneit vorfanden und uns unerwartet auf einen längeren Aufenthalt einstellten.

Anschließend waren die Hunde an der Reihe. Wir zogen uns an und nutzten die Regenpause für einen schönen Spaziergang.

Wir schafften es rechtzeitig zurück, bevor der Regen wieder einsetzte. Feiner Nieselregen und Temperaturen gefühlt unter zehn Grad. Ob wir es jemals erleben werden, bei schönem Wetter draußen sitzen zu können?

Den Rest des Tages verbrachten wir ganz spannend mit Lesen. Uns taten die Camper in ihren Zelten leid!

Ungewöhnlich früh wurden wir müde und so lagen wir schon um zehn Uhr Abends im Bett. Wir lauschten noch ein wenig den Regentropfen auf unserem Dach...

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Der zweite Tag, 17.05.2015

Um acht Uhr standen wir bereits wieder auf. Das Wetter hatte vollständig umgeschlagen und es war wie der schöner. Sogar die Temperaturen waren nicht mehr so niedrig wie gestern. Während sich Janina um die Hunde kümmerte, bereite ich das Frühstück vor. Am heutigen SOnntag sollte es auch wieder Frühstückseier geben. Die Brötchen, die wir gestern beim Bäcker kauften wärmten wir über der offenen Gasflamme noch mal auf und so hatten wir das perfekte Sonntagsfrühstück. Danach packte Janina das Geschirr zusammen und ich packte außen alles zusammen. Um 10:15 Uhr hatten wir alles fertig und fuhren ab. Auf ging es zu unserer kleinen Wanderung in den Sauerländischen Bergen. Auf einem kleinen Parkplatz für Wanderer richteten wir unser Basislager ein, zogen unser festes Schuhwerk an und los ging es. Wir genossen an einer Stelle die Aussicht auf das Ruhrtal und liefen weiter bergauf und bergab durch die Wälder.

Ausgehungert kamen wir nach ungefähr vier Stunden wieder zurück. Sogar die Hunde waren nun erschöpft und legten sich erst einmal vors Wohnmobil. Ich wechselte mein Schuhwerk von Wanderschuhe zu Flip Flops und dann machten wir uns auch schon wieder auf dem Weg nach Hause. Aber erst gab es noch einen Zwischenstopp in Arnsberg. Hier befindet sich nämlich das nächste amerikanische Fast Food Restaurant. Unsere Kohlehydratespeicher wollten nach unserer kleinen Wanderung wieder aufgefüllt werden. Nachdem Essen nahm ich mir noch einen kleinen Kaffee im Pappbecher für die Fahrt mit und dann ging es auch schon weiter.

Unsere Fahrtrichtung war zum Glück frei. Auf der Gegenspur gab es wesentlich mehr Verkehr von den ganzen "Holland"-Heimkehrern. Da staute es sich ganz schön. Wir konnten aber gemütlich durchfahren. Zum Entsorgen steuerten wir noch kurz die Entsorgungsstation auf dem Stellpaltz in unserem Wohnort an und dann ging es aber direkt nach Hause. So schnell ist ein schönes Wochenende auch schon wieder vorüber.

Blick auf die Ruhr
Blick auf die Ruhr
Da wächst unser Weihnachtsbaum
Da wächst unser Weihnachtsbaum
Wald und Hügel
Wald und Hügel
Waldweg
Waldweg

Zusammenfassung

Für einen Kurzurlaub ist das Sauerland vom Niederrhein aus schnell zu erreichen. Sogar noch schneller als die niederländische Nordseeküste. Es war nicht überlaufen und wir hatten am Sonntag auch noch richtig Glück mit dem Wetter.

Angefahren haben wir die Stellplätze in Freienohl und in Warstein. Der Freienohler Stellplatz ist eigentlich nur ein Parkplatz mit Parkbuchten am Straßenrand vor dem kleinen Hallenbad. Es gibt keinerlei Versorgung, dafür darf man dann aber vom Abend 18:30 Uhr bis zum nächsten Morgen 09:00 Uhr umsonst hier stehen. Wer sich nicht über Sportgeräusche vom benachbarten Tennis- und Fussballplatz gestört fühlt, kann hier zumindest stehen ohne ein "Knöllchen" zu bekommen. Länger als sechs Meter sollten die Wohnmobile aber auch nicht sein, denn es handelt sich wie gesagt um normale Parkbuchten für die Hallenbadbesucher.

Schild
Schild
Parkplatz am Hallenbad
Parkplatz am Hallenbad

In Warstein konnten wir uns ganz unklompliziert anmelden und eine Parzelle aussuchen. Strom und Waschhaus sind in den pauschalen Preis von 15,- Euro mit eingeschlossen. Es gibt dort auch Münzwaschmaschinen und eine Spüle in dem kleinen Sanitärgebäude. Für 8,50 Euro kann man (Stand 2015) pro Erwachsener in dem dem Besucherzentrum angeschlossen "Gästehaus im Waldpark" am Frühstücksbuffet teilnehmen, aber dieses Angebot nutzten wir nicht. Vom Lärm aus dem angeschlossenen Besucherzentrum der Brauerei war nicht viel zu hören. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Brauereibesucher auch mal den Vorteil dieses Platzes nutzen, um hier zu übernachten. Dann könnte es bestimmt auch mal unruhiger sein. Die Parzellen sind terassenförmig mit großen Parzellen angelegt und man kommt von hier direkt in dem anliegenden Wald. Zur Innenstadt von Warstein sind es bestimmt ein oder zwei Kilometer. Dort waren wir aber nicht. Wir wollten ja nur ruhig stehen und das haben wir hier gefunden. Einmal im Jahr findet hier eine Montgolfiade statt. Da soll der Platz wohl ausschließlich für die Ballonteams reserviert sein. Nähere Informationen gibt es dort auf der Homepage unter Arrangements.

Stellplatz Warstein, Waschhaus
Stellplatz Warstein, Waschhaus
Stellplatz Warstein, Parzellen
Stellplatz Warstein, Parzellen