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Osterferien 2015

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Die Vorbereitungen

Als unsere Tochter im Dezember beschloss, sich für die Osterferien mit einer alten Freundin in der Lüneburger Heide zu verabreden und uns fragte, ob wir sie dann dort hin fahren könnten zögerten wir erst einmal. Über 300 Kilometer hinfahren, Tochter absetzen und wieder zurückfahren und das ganze Spiel eine Woche später wieder, um sie abzuholen klang nicht wirklich verlockend. Zwei Wochenenden mit Faulenzen hergeben? Aber Abschlagen wollten wir es ihr dann auch nicht. Nun, sie könnte mit dem Zug fahren. Nur leider ist die Lüneburger Heide sehr groß und nicht überall optimal mit dem öffentlichen Nahverkehr ausgestattet. Der nächste Bahnhof zu ihrem Ziel ist bestimmt zwanzig Kilometer entfernt. Dann die Idee! Wir könnten sie mit unserem Reisemobil hinbringen, einige Tage dort die Gegend anschauen und dann nach einer Woche wieder mit ihr zurück nach Hause fahren. Bis dahin dürfte es auch wieder etwas wärmer sein, so dass man sich sogar mal außerhalb des Mobils aufhalten kann.
Das klingt gut. Wir informierten unsere Arbeitgeber über unseren Urlaubswunsch und schon war mit dieser vagen Idee unsere Urlaubsplanung zeitgleich beschlossen und eigentlich auch abgeschlossen. Es kam wie es kommen musste. Dem Besuch der Freundin kam etwas dazwischen. Winston Churchill soll mal gesagt haben:"Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum!" Jetzt haben wir eine Woche genehmigten Urlaub und eigentlich kein Ziel mehr. Wohin fahren wir denn jetzt? Wir überlegten, dass die Himmelsrichtung ja in Ordnung ist. Desöfteren haben wir uns einen vierseitigen Würfel mit Himmelsrichtungen gewünscht. So können wir jeden Tag auswürfeln, in welche Richtung wir dann weiterfahren. Genauso stellen wir uns nämlich Wohnmobilurlaub vor: Einfach durch Zufall (und Wetterbericht) treiben lassen. Also, drei Wochen vor Reisebeginn können wir nun unsere aufwendigen und ausgeklügelten Urlaubspläne neu schmieden.
Die Richtung hatten wir ja schon für gut befunden, darum beschlossen wir kurzerhand einfach bis an die Ostesee durchzufahren und uns dort etwas umzuschauen. Mal sehen, wie lange das Bestand haben wird.

Unsere Hinfahrt

Leicht bewölkt Janina ist um sieben Uhr aufgestanden und ich folgte ihr um kurz nach halb acht. Während ich mich wusch, versorgte Janina die Hunde und ging mit ihnen schon mal raus. Anschließend besorgte sie auch noch Brötchen für uns beim Bäcker. Ich deckte den Tisch und packte meine Sachen endlich mal zusammen. Hoffentlich habe ich nichts vergessen!?
Nach unserem Frühstück brauchten wir nur noch unsere Sachen ins Wohnmobil räumen und dann war es auch schon soweit, dass wir uns von den Kindern verabschieden mussten. Um 09:56 Uhr verließen wir unsere Auffahrt und fuhren ersteinmal in Richtung Hamminkeln. Hier war wirklich jede Ampel rot und wir mussten warten. Irgendwann schafften wir es trotzdem und fuhren weiter über Bocholt auf die neue B67 zur A43. Bis zur A1 kamen wir gut durch. Aber hinter Münster fing der Verkehr das erste Mal an zu stocken. Mit all den anderen Urlaubsreisenden fuhren wir weiter bis es kurz vor Bremen wieder zu einem kleinen Stau kam. Zwischen Bremen und Hamburg machten wir dann an einem Rastplatz halt und aßen bei Burger King zu Mittag. Nach einer guten Stunde ging es weiter auf der A1. Janina nickte auf dem Beifahrersitz ein. Der volle Magen forderte wohl sein Recht ein. Vor Hamburg wollte unser Navi uns in Richtung Elbtunnel lotsen, aber das kam mir total spanisch vor. Ich beendete die App auf meinem Smartphone und startete sie neu. Ah ha, geht doch weiter auf der A1 bis zur A7. Das macht doch auch viel mehr Sinn! Nach dem Wechsel auf die A7 blickte ich wieder mal nur auf Bremslichter. Wieder ein kleiner Stau! Hinter Hamburg wurde es dann aber besser und auf der A20 in Richtung Rostock sogar noch mal besser. Jetzt wurde ich aber langsam müde. Beim nächsten Rastplatz fuhr ich raus. Hier gab es ein Mc Donalds mit einem McCafe. Kaffee war jetzt genau das, was ich brauchte! Von hier an fuhr Janina dann weiter. Noch 99 Kilometer bis Rostock. Unser Navi ließ uns auch nicht mehr im Stich. Da wir eigentlich nach Warnemünde wollten habe ich es auch als Zielort eingegeben. Eine der ersten Straßen, die mir dann im Menü angezeigt wurden hieß "Am Leuchtturm". Das kilingt doch gut. Dort wollten wir dann schauen, was für Stellplätze es in der Nähe gibt. Wir ahnten allerdings nicht, wie eng und voll es im Ostseebad Warnemünde ist. Aber wir schafften es zum Leuchtturm. Leider liegt der genau in einer Sackgasse. Freie Parkplätze - Fehlanzeige! Es sah auch nicht so aus, als ob Wohnmobile hier willkommen sind. Ich beendete meine Navi-App und startete die Promobil-App um nach Stellplätzen in der Nähe zu suchen. Na ja, der nächste Stellplatz ist in Elemenhorst und von den Kritiken hört er sich auch nicht so schlecht an. "Also los, Navi, führe uns nach Elemenhorst!" In Elmenhorst gab es auch direkt Hinweisschilder zu einem Wohnmobil-Stellplatz. Allerdings wollte unser Navi ganz woanders an. Eine schnelle und spontane Entscheidung und wir folgten den Schildern. Das ein Navi sich auch mal vertun kann, haben wir ja heute bereits festgestellt.Die Schilder führten uns zu einem wohl recht neuen Stellplatz. 28 Stellplätze mit eigenen Stromanschluss. Da unser Frostschutz mal wieder unterwegs ausgelöst hatte, mussten wir zwingend Wasser auffüllen. Am beschrankten Eingang hing zwar eine Preistafel, die besagte, das Trinkwasser hier zehn Cent pro zehn Liter kostet. Es gab auch Wasseranschlüsse an den Plätzen direkt, aber die waren alle mehrfach mit "Kein Trinkwasser"-Schildern gekennzeichnet. Da wir das Wasser nicht zum Trinken benutzen, schloss ich dort unseren Schlauch an. Kaum hatte ich den Hahn aufgedreht, kam auch schon eine Frau aus einem der drei anderen Wohnmobile um uns mitzuteilen, dass das kein Trinkwasser ist. "Keine Sorge, wir wollen es ja auch nicht trinken." Haben wir jetzt gegen eine uns unbekannte Wohnmobilfahrerregel verstoßen, weil wir das Nicht-Trinkwasser fürs Klo und zum Spülen eingefüllt haben, anstelle das zu bezahlende Trinkwasser in der 70m entfernten V/E-Station? Da es hier außer der Schranke und dem Kassenautomaten mit integrierter V/E-Station nichts gab, waren wir doch mehr denn je auf unsere Bordtoilette angewiesen. Mitten in einem kleinen Gewerbegebiet gelegen und direkt ein Kletterpark nebenan.

Stellplatz Elmenhorst
Stellplatz Elmenhorst
Da sind wir
Da stehen wir
Kletterpark nebenan
Kletterpark nebenan

Nachdem unser Wohnmobil nun mit Wasser und Strom (1kWh = 50 Ct) versorgt war, sind jetzt die Hunde an der Reihe. Die zwei haben sich jetzt einen Auslauf verdient. Erst einmal ging es durch das Gewerbegebiet an der Leine, später konnten sie auch mal frei laufen. Wir fanden einen Geocache und die einzige Bäckerei im Ort, die sogar Sonntags geöffnet hat und nur 500m vom Stellplatz entfernt ist. Den Rest des Abends verbrachten wir dann lesend oder Tagebuch schreibend im Wohnmobil, während wir dem WInd und den Regentropfen auf unserem Dach zuhörten.
Es war noch keine neun Uhr, als mir schon anfingen die Augen zuzufallen. Ich wartete eine Regenpause ab und ging dann noch einmal kurz mit den Hunden raus. Janina hatte in der Zeit schon aufgeräumt und war dann gerade dabei sich Bettfertig zu machen als ich zurückkam. Ich folgte ihr dann schnellstmöglich.

Der erste Tag

regen Die erste Nacht war sehr unruhig. Es war sehr stürmisch und es regnet die ganze Zeit. Mir machte es nicht so viel aus, aber Janina ließ es nicht richtig schlafen. Um halb acht Winterzeit stand sie auf. Ich schlief mindestens noch eine Stunde länger. Aber der Regen wollte einfach nicht aufhören. Dann müssen die Hunde halt noch eine Weile aufhalten.
Wir tranken ersteinmal Kaffee und Cappucino zusammen. Dann hörte es tatsächlich auf zu regnen. Janina nutzte die Chance und drehte mit den Hunden die ertse Runde des Tages und brachte auf dem Rückweg "Hansejungs" mit. Diese Brötchen waren sehr lecker. Nach unserem Sonntagsfrühstück mit leckeren Brötchen und Frühstückseiern räumten wir alles zusammen und spülten. Alles wurde Abreisebereit gemacht und dann fuhren wir zum V/E-Platz vor. Die Tanks wurden geleert und dann fuhren wir los. Da die Tankanzeige schon bedrohlich leuchtete, suchten wir in Rostock erst einmal eine Tankstelle. Das war gar nicht so einfach auf den autobahnähnlichen Hauptstraßen. Wir entdeckten eine Tankstelle, mussten aber erst einmal über die nächste Ausfahrt wieder zurück um auf die Straße mit der Tankstelle zu kommen. Von dort fuhren wir wieder weiter bis zur nächsten Ampelkreuzung, um dort auf die Gegenspur zu drehen damit wir wieder zurück zu "unserer" Straße kommen, die uns zu unserem nächsten Ziel nach Zingst bringen sollte.
Schon kam die nächste Überrraschung: Eine Mautstelle auf einer deutschen Autobahn! Warum?
Der restliche Weg führte uns durch kleine Ostseebad-Dörfer und Wälder, aber die Ostsee konnten wir während der gesamten Fahrt kein einzeiges mal sehen. Wir kamen an einem kleinen Stellplatz an einer Surfschule vorbei. Beides war zu dieser Jahreszeit noch geschlossen. Dieser Platz war sehr matschig und sah insgesamt wenig einladend aus. Jetzt wurde ich nervös. Darauf habe ich in der Stellplatz-App gar nicht geachtet. Was ist, wenn unser Zielplatz auch erst Saisonbeginn im April hat? Janina bekam davon nichts mit, denn sie schllief neben mir auf dem Beifahrersitz. Sie wurde erstwach, als ich in Zingst auf einen Parkplatz fuhr. Unser Navi führte uns nämlich zu einen Campingplatz während ich einen normalen Stellplatz erwartet hatte. Das wollte ich lieber auf dem Parkplatz noch einmal überprüfen. Aber es war richtig! Also, auf zum Campingplatz.

Zufahrt zum Campingplatz
Zufahrt zum Campingplatz

An der Einfahrt stand vor uns bereits schon ein Wohnmobil. Wir gingen zusammen zur Rezeption und bekamen den Platz R23 zugewiesen. Außerdem gab es zwei Ringe der Gemeinde Zingst, die an den Hundegeschirren befestigt werden sollten. Es muss schließlich alles seine behördliche Ordnung haben! Bezahlt wird dann aber alles vor der Abreise.
Wir fuhren dann langsam weiter zu unserem zugewiesenen Stellplatz und schlossen als erstes den Strom an. Dann bekamen die Hunde ersteinmal ihren verdienten Spaziergang. Wir gingen über die Hauptstraße über den Deich an den Ostseestrand. Ein oder zweimal warfen wir den Ball für Nelson ins Wasser und bewegten uns von Zingst weg bis zum nächsten Strandabgang.

Deichübergang
Deichübergang
Mit den Hunden am Strand
Mit den Hunden am Strand
Erster Eindruck von Zingst
Erster Eindruck von Zingst

Dort verließen wir den Strand wieder und gingen auf dem Deich zwischen Strand und parallel verlaufender Hauptstraße zurück zum Campingplatz. Da aus den grauen Wolken über uns nur sehr wenig Regen kam entschlossen wir uns, weiter dem Deich in Richtung Zingst zu folgen und den Ort anzuschauen. Wir schauten uns die Schaufenster des Jack Wolfskin Geschäfts an, dessen Werbung uns schon auf der Fahrt hier hin auf Fähnchen am Straßenrand aufgefallen war und gingen dann noch durch diekleine Fußgängerzone. Später drehten wir wieder um und gingen zurück zu Strand. Aber vorher holte ich mir an einem kleinen Pavillion beim alten DGzRS-Schuppen ein Matjesbrötchen. Zumindest ich war nun gestärkt und wir gingen wieder zurück zum Campingplatz. Beide hatten wir mächtigen Hunger, aber das Restaurant, dass wir uns ausgeschaut hatten, öffnet erst um 17:00 Uhr. Wir planten nun, später mit den Fahrrädern aber dann ohne Hunde dahin zu fahren. Bisher hatten wir mit dem Regen mehr als Glück!
Im Wohnmobil zurück tranken wir ertseinmal unseren obligatorischen Kaffee, auch um uns mit unserem Hunger über Wasser zu halten.
Kurz vor fünf Uhr Sommerzeit fuhren wir dann mit den Fahrrädern los. In Zingst mussten wir dann aber feststellen, dass das von uns ausgewählte Restaurant immer noch geschlossen hat. Dann eben nicht! Das ist ja nicht das einzige Restaurant im Ort. Wir entschieden uns für ein Fischresataurant und bekamen sogar noch einen Platz, obwohl auf fast allen Tischen ein "Reserviert"-Schild stand. Janina entschied sich für das Tagesmenü: Seelachs mit Schafskäse eingerollt und in Spinat gedünstet mit Baguette und Salat und ich hatte drei verschiedene Fischsorten mit Bratkartoffeln. Zum Schluss gab es einen "Roten Flammen Hengst"-Kräuterschnaps. Wir bezahlten und radelten zurück. Dank der Zeitumstellung war es sogar noch hell. Zurück am Wohnmobil bekamen die Hunde jetzt auch noch ihr Futter und dann machten wir es uns mit Rotwein lesend und Tagebuch schreibend gemütlich. Wir waren wieder ziemlich müde und gegen neun Uhr widmeten wir noch mal unseren Pflichten. Zusammen gingen wir mit den Hunden raus und suchten anschließend unsere Sachen zu Duschen zusammen. Danach war der Tag auch schon wieder für uns gelaufen.

Unser zweiter Tag

bewoelkt Die ganze Nacht hat es stark gestürmt und geregnet. Unser Wohnmobil wurde durchgeschüttelt und der Regen prasselte auf das Dach. Deswegen hatten wir beide diesmal auch unruhig geschlafen. Um kurz nach acht standen wir dann auf. Janina ging mal wieder mit den Hunden und ich bereitete soweit alles für unser Frühstück vor. Auf dem Rückweg vom Hundespaziergang brachte Janina Brötchen aus dem Campigsupermarkt mit. Nach dem gemütlichen Frühstück brachen wir mit den Hunden nach Zingst auf. Wir gingen diesmal einen Waldweg neben dem Campingplatz in Richtung Bodden und Hafen. Als wir am südlichen Ende aus dem Wald kamen, wehte der Sturm eiskalt um uns. Das war mal richtig unangenehm.

Unterwegs am Bodden
Unterwegs am Bodden
Beim Hafen
Beim Hafen
Am Hafen
Am Hafen

Wir kamen zu dem kleinen Zingster Hafen und hier gab es auch einige Fischbuden. Die Chance nutzte ich und holte mir ein Matjesbrötchen. Sogar Janina wollte ein Fischbrötchen mit Seelachs. Was wir nicht bedachten, der Seelachs ist hier das salzige dunkelorangene Lachsersatzzeug. Das mochte Janina gar nicht und so hatte ich zwei Fischbrötchen. Während ich diese aß überlegten wir direkt, was wir heute zum Mittag essen. Anschließend hielt ich unsere Hunde fest und Janina ging, um diesmal richtigen Seelachs ohne Brötchen aber für unser Mittagessen zu kaufen. Sie fragte den Verkäufer auch direkt, ob es einen Supermarkt in der Nähe gäbe. Gibt es natürlich. An einen Netto seien wir fast vorbeigekommen, und im Ort selber gibt es noch einen Edeka-Markt. Den konnten wir dann auch gar nicht verfehlen. Während ich draußen wartete, kaufte Janina noch Kartoffeln und einige andere Dinge, die wir noch brauchten. Ihr habt es bestimmt erraten, zum Mittag war Fisch mit Pellkartoffeln und Kräuterquark geplant.Wir liefen weiter durch die Zingster Fußgängerzone zum Ostseestrand .

Seebrücke Zingst
Seebrücke Zingst
Noch einmal am Strand
Noch einmal am Strand

Zur Nelsons Freude gingen von hier diesmal auf dem Strand zurück zum Campingplatz. Dort angekommen hatten wir auch schon wieder Hunger. Weil die Sonne so schön schien und es hier auch relativ Windgeschützt war, packte ich unsere Campingstühle aus und wir genossen einige Minuten die Sonne. Dann bereitete Janina aber unser Mittagessen vor. Ich fing schon mal an, unsere Fahrräder zurück auf den Träger zu packen. Die Schutzplane stülpte ich diesmal auch über die Räder und befestigte zusätzlich alles mit Zurrgurten. Rechtzeitig zum Essen war ich fertig. Das Essen war superlecker und ich merkte, wie mir die Augen langsam schwer wurden. Seeluft und voller Magen macht müde. Wir legten uns für ein Mittagschläfchen hin.
Ich habe keine Ahnung wie lange ich gedöst oder geschlafen habe, aber wir wurden beide gleichzeitig wieder wach. Janina machte mal wieder dienst und kochte uns Kaffee. Jetzt waren auch mal wieder die unde an der Reihe. Gegen den Sturm kämpften wir uns am Strand entlang und Smilla war die ganze Zeit den Sandverwehungen ausgesetzt. Zurück gingen wir dann wieder über den Deich zwischen Strand und Hauptstraße. Mir war jetzt richtig kalt! Janina kochte uns Tee und ich füllte unseren Wassertank mal wieder auf. Keine Ahnung, warum der schon wieder leer war. Zum Glück haben wir direkt am Stellplatz einen Wasseranschluss. Ob das diesmal Trinkwasser ist? Als ich die Düse vom unseren Schlauch in unseren Wasserstutzen am Wohnmobil steckte, löste sie sich von der Klick-Kupplung und fiel nach innen in den Wassertank. Meine Flüche waren bestimmt bis Zingst zu hören. So was Blödes. Jetzt musste ich den Tisch leer räumen und abbbauen, um an den Wassertank zu kommen und durch die Schrauböffnung die Spritzdüse vor dem Ertrinken zu retten. Von jetzt an hatte ich alles im Griff und der Tank wurde ohne weitere Komplikationen gefüllt.
Jetzt war auch schon wieder Abendbrotzeit. Janina (mal wieder Küchendienst) bereitete "innovative" (ein Insider... Grinsen ) Rohkost zu, aber meine Brote musste ich selber schmieren. Dafür spülte sie hinterher. Der Rest des Abends verging ganz schnell mit sticken und Tagebuch schreiben. Um halb zehn begangen wir mit unserem Zu-Bett-Geh-Vorbereitungen und ich ging noch einmal mit den Hunden. Anschließend suchten wir das Waschhaus auf. Es ist total blöd, dass man 240 sek zum Duschen hat und dann drei Minuten warten muss bis man wieder Wasser bekommt. Aber wenigstens ist das Wasser dann sofort warm. Ich finde diesen Erziehungsversuch zum Wassersparen mit Zeitlimits und irgendwelchen Zeitsperren unmöglich. In meinen Augen ist das Schikane!
Nun aber ab ins Bettchen, dass Wetter scheint sich beruhigt zu haben.

Ein weiterer Tag in Zingst

Schnee Heute morgen fing es wieder an zu regnen. Zumindest dachte ich das, als die Tropfen wieder aufs Wohnmobil schlugen. Ich öffnete kurz vor neun den Lichtschutz von der Dachluke. Das was ich sah gefiel mir gar nichtUnlustig!! Die Regentropfen blieben breiig auf dem Fenster liegen. Es war tatsächlich Schnee - richtig viel Schnee. Wir zogen uns an und Janina drehte eine schnelle Runde mit den Hunden, während ich den Frühstückstisch deckte. Zum Frühstück machten wir das Radio an um den Wetterbericht zu hören. Überall Schneefall und später sogar Windböen bis Windstärke 12 (Orkan). Eine Weiterfahrt ist definitiv zu gefährlich. Bei dem Schnee könnten wir nur langsam fahren und die Gefahr, dass uns eine Böe uns auf den glatten Straßen wegdrückt ist mir einfach zu groß. Also müssen wir noch einen Tag in Zingst bleiben.
Allerdings müssen nun den Tag neu planen. Wir hatten nichts mehr zum Essen an Bord, aber das können wir hier im Campingplatzsupermarkt ändern und unser Klo muss auch mal dringenst geleert werden. Genau in dieser Reihenfolge erledigten wir dann diese Aufgaben im eiskalten Schneegestöber. Dafür verbrachten wir dann den Rest des vormittags im warmen Wohnmobil mit lesen und sticken. Gegen zwölf Uhr hörte es dann auf zu schneien und wechselte zu Regen, der dann aber auch eine Stunde später aufhörte. Dafür setzte dann der angekündigte Wind ein.
Zum Mittagessen gab es Nudeln mit improvisierter Tomatensoße aus Dosentomaten mit Zwiebeln und Knoblauch und dazu Bockwürstchen. Dann konnten wir den undespaziergang aber nicht mehr länger hinausschieben. Wir entschieden uns für den Wald, denn da war es etwas geschützter. Da unser Hund Nelson aber durch die matschigen Feldwege aussah wie Schwein, sind wir auf dem Rückweg am Campingplatz vorbei noh einmal an den Strand gegangen. Zweimal habe ich den Ball ins Wasser geworfen und bereits beim ersten Mal war er wieder vorzeigefähig. Beim zweiten Wurf konnte er den Ball im Wasser nicht entdecken. Leider trieb der Wind den Ball gegen die Wellen vom Strand weg.

Schneemänner am Strand
Schneemänner am Strand
Am Strand
Am Strand


Zurück am Wohnmobil unterhielt ich mich noch mit unserem Nachbar und Janina ging mit dem schmutzigen Mittagsgeschirr zum Waschhaus spülen. Sie ärgerte sich, weil sie die Spülbürste vergessen hatte.
Der Regen hatte wieder eingesetzt und prasselte auf das Dach, also verbrachten wir den Nachmittag im Warmen mit Lesen und Stricken. Das wurde gegen 17:00 Uhr nur noch von unserer Kaffeestunde unterbrochen. Weiter ging es mit Lesen und Handarbeiten. Bis Janina auf die Idee kam Eier zum Abendbrot vorzubereiten. Ich durfte aussuchen, ob ich gekochte Eier oder Rührei zum Essen haben möchte. Es gab Rührei und Brot aus unserer Heimatstadt als Beilage.
Gegen 21:00 Uhr bereitete ich mich langsam darauf vor, noch einmal mit den Hunden zu gehen. Als der Regen mal nicht so stark auf unser Dach prasselte machte ich mich auf den Weg. Janina räumte während dessen etwas auf. Als ich zurück kam, gingen wir nur noch duschen und ins Bett. Wir lasen noch etwas und schon war dieser Tag auch schon vorüber.

Weiter geht es nach Rügen

Schnee Irgendwann heute morgen hörte das Geprassel des Regens auf unserem Dach auf. Das bekamen wir aber nur so halb im Schlaf mit. Gegen sieben Uhr war Janina dann aber endgültig wach, stand auf und drehte die erste Hunderunde. Ich stand gegen zwanzig vor Acht Uhr auf und bereitete das Frühstück vor, zu dem Janina dann wieder die Brötchen mitbrachte. Nach unserem Frühstück gingsie noch einmal spülen. Ich brachte schon mal den Müll weg und packte dann den Rest zusammen. Zum Schluß wurde noch das Kabel eingerollt und schon fuhren wir langsam zur Rezeption bzw. zur V/E-Station davor vor. Ich ließ direkt das Grauwasser ab und begann unsere Toilette zu leeren. Dann kam Janina auch schon vom Bezahlen zurück. Wow, das war jetzt aber teuer! Schnell weg.
Unser Navi sagte, dass es 92 Kilometer bis zu unserem nächsten Ziel auf Rügen sind. Durchs Mecklenburgische, nein das Vorpommersche Land fuhren wir durch kleine Dörfer und Alleen immer auf der Suche nach einem Supermarkt. Wir mussten dringend einkaufen und auch leere Plastikflaschen abgeben. Kurz vor Stralsund fanden wir nur einen NETTO-Supermarkt aber wir konnten dort den Automaten nicht mit unseren leeren Flaschen füttern. Der nahm sie einfach nicht an.
Den Einkaufswagen voll mit Vorräten für ganze zweimal Mittagessen, drei Flaschen Rotwein und noch drei Six-Packs mit Wasser ging es zur Kasse. Wir kauften noch Brot und Brötchen in der Bäckerei im Eingangsbereich. Schon ging es weiter über Stralsund und die Rügenbrücke auf die Insel.

Die Rügenbrücke
Die Rügenbrücke

Erst einaml war es gar nicht als Insel zu erkennen. Die Sonne schien noch und wir fuhren und fuhren. Meine Navigations-App hatte von der Stellplatz-App die Adresse vom ausgewählten Stellplatz nicht richtig übernommen und so war die Routenführung dreißig Kilometer vor dem Ziel plötzlich beendet. Da es auf der Straße keine Abbiegemöglichkeit gab fuhren wir erst einmal weiter. Bei der ersten Abbiegemöglichkeit wählten wir natürlich die falsche Richtung und verfuhren uns direkt. Mein Navi war auch nicht dazu zu bewegen, die Zieladresse automatisch zu übernehmen. Mit Google Maps hangelten wir uns dann die letzten dreißig Kilometer weiter. Rügen ist wirklich ganz schön groß! An dem Hinweisschild zu einem Campingplatz fuhren wir dann vorbei, wir wollten ja zu einem einfachen Stellplatz. Was soll ich sagen. Wären wir mal diesem Schild gefolgt!
Wir drehten im nächsten Ort und fuhren zurück. So kamen wir zu dem Campingplatz und waren schon drauf und dran zur Rezeption zu fahren, als wir das Hinweisschild entdeckten, dass es zum Knaus-Wohnmobilpark noch weitere 200m sind. Dort sah es schon viel einladender aus. Ein zweistöckiges Gebäude mit Rezeption und Restaurant im Obergeschoß und Waschräume unten. Wir meldeten uns an und bekamen einen Stellplatzplan. Damit sollten wir auf dem Platz nachschauen gehen, wo wir uns hinstellen wollten. Der Platz war offen und ungeschützt direkt am Steilhang mit Blick auf die Ostsee. Die Platzauswahl beschränkte sich also nur darauf, wo man am wenigsten in der Matsche nach dem nächtlichen Regen steht.

Ganz schön matschig
Ganz schön matschig

Wir fanden einen nicht ganz so matschigen Platz und gingen wieder zurück zur Rezeption. Dort bekamen wir noch für die extra gebuchten Waschräume zwei Transponder für den Zutritt. Dann mussten wir noch um die Ecke ins Restaurant um dort die Brötchen für morgen früh zu bestellen. Dann fuhren wir endlich auf unseren Platz. Ich brauchte alles an Kabel, was ich an Bord hatte inklusive der Kabeltrommel, damit es bis zur Stromsäule reicht. Auch wenn die Hunde jetzt endlich mal mussten, kochten wir ersteinmal Kaffee und aßen die Brötchen aus dem Supermarkt, die wir uns für ein schnelles Mittagessen unterwegs gekauft hatten. Anschließend waren aber endlich die Hunde an der Reihe. Wir gingen runter zum Strand und dort dann in Richtung Kap Arkona. Ich schätzte die Entfernung auf etwa acht Kilometer. Da der Strand ber nur aus faustgroßen Steinen bestand und das Laufen dadurch sehr mühselig war, schlug ich vor, wieder den Hang hoch zu gehen und dort dem Weg zu folgen, der genauso zum Kap führt.
Kaum waren wir oben, stürztte Sturm und Eisregen auf uns ein. Wir suchten hinter Bäumen Schutz. Es dauerte etwa fünfzehn Minuten, bis wir endlich weitergehen konnten. Auf dem Weg kamen wir an einen Geocache vorbei, den wir noch kurz suchen wollten. Den matschigen Hang heruntergerutscht, an einer anderen Stelle wieder nach oben. Hier war sogar ein Seil neben dem Weg gespannt, damit man sich unterstützend hochziehen kann. Und dazwischen unser störischer Golden-Retriever/Labrador Nelson, der nur zum Wasser zurück wollte. Wir hangelten uns nach oben um dort dann festzustellen, dass wir wieder nach unten müssen, um diesen Geocache zu finden. Janina wartete oben. Ich musste noch mal den "Seil-Anhang" hoch, um einen Stift zu holen. Als wir endlich fertig waren ging es mit Zentimeter dicker Matsche unter den Sohlen weiter in Richtung Kap Arkona. Wir kamen ungefähr einen Kilometer weit, da fing es schon wieder an mit dem Eisregen. Wieder suchten wir Schutz hinter zwei Bäumen. Der himmel war grau, aus dem der Sturm den Regen vor sich hertrieb und es war keine Besserung in Sicht. Als es etwas besser wurde entschieden wir uns zurückzugehen. Der eiskalte Wind von vorne peitschte uns Regen und Eis ins Gesicht. Ich war so wütend und frustriert. Unser erster richtiger WoMo-Urlaub und nur so ein Sch...wetter. Das habe ich mir alles ganz anders vorgestellt!
Völlig durchnässt und durchfroren kamen wir nach einer gefühlten Ewigkeit zurück zum Mobil. Wir wussten gar nicht, wohin mit den Klatschnassen Klamotten. Zum Aufwärmen kochte Janina dann ersteinmal Tee. Hinterher legten wir uns hin, lasen wir etwas und schliefen sogar kurz ein. Als wir später wieder wach wurden, hatten wir beide mächtig Hunger und Janina kochte uns Spaghetti Bolognese.
Das Wetter hatte sich beruhigt und es stürmte nur noch. Wir beschlossen, noch einmal mit den Hunden an den durch den Hang windgeschützten Strand zu gehen. Ich warf den Ersatzball für Nelson, da der gute Ball ja noch irgendwo bei Zingst in der Ostsee schwamm.
Diesmal kamen wir trocken zurück. Janina ging direkt das Spülhaus mit dem Bolognese-Geschirr ausprobieren. Ich schrieb inzwischen wieder unser Reisetagebuch. Den Rest des Abends verbrachten wir lesend, schreibend und mit Rotwein. Um viertel nach neun schaute ich ich noch mal auf die Uhr. Ein paar Minuten haben wir noch für ein Glas Rotwein. Um halb zehn ging ich dann aber nochmal mit den Hunden raus. Die Waschräume sind nämlich nur bis 22:00 Uhr geöffnet, aber mir war es einfach zu kalt und ich verspürte überhaupt keine Lust mehr über den matschigen Stellplatz an den Pfützen vorbei dorthin zu rennen. Ich beließ es bei einer "Katzenwäsche" im Wohnmobil, aber Janina ging zum Duschen. Ich lag dann schon im gemütlichen im warmen Bett, als Janina zurück kam. Wir lasen noch etwas und schliefen bald ein...

Nächster Halt Sellin

Bewölkt Schnee Nach dem wir gestern Abend in unserem Wohnmobil noch mächtig durch den Sturm durchgeschaukelt wurden, war es heute morgen schon viel ruhiger. Nur unser Stellplatznachbar hatte bereits um 7:00 Uhr etwas Radau gemacht. Davon war Janina wachgeworden und konnte nicht wieder einschlafen. Sie stand dann auch auf und machte sich fertig um mit den Hunden zu gehen. Ich war noch so müde und habe noch eine ganze Weile geschlafen, bevor ich dann auch aufstand. Ich wusch mich wieder an Bord,kochte Kaffee und bereitete den Frühstückstisch vor. Ich war fast fertig, als sie mit den Hunden zurück kam und dann noch einmal schnell losging, um die bestellten Brötchen zu holen.
Wir frühstückten schnell und machten uns und unser Wohnmobil startklar. Wir füllten unseren Wassertank wieder auf, rollten das Kabel und die Kabeltrommel ein und dann fuhren wir vorsichtig durch den Modder zur Rezeption vor um uns abzumelden. Zum Schluss ging es noch kurz um die Ecke zum Entsorgungsplatz. Leider war bereits ein anderes Wohnmobil schneller und wir mussten einen Moment warten. Man kommt nur aus einer Richtung an den V/E-Platz und das bedeutete, der vor uns musste erst Rückwärts raus rangieren. Aber dann waren wir endlich an der Reihe. Ich beobachtete das ablaufende Grauwasser und Janina leerte das Klo. Faire Arbeitsteilung!
Zuerst fuhren wir Richtung Kap Arkona, nach dem wir gestern so kläglich gescheitert waren. Aber alle Touristen wurden schon zwei Kilometer vorher durch gebührenpflichtige Parkplätze abgefangen. Es war uns aber einfach zu kalt und zu weit - also fuhren wir unverichteter Dinge wieder zurück. Jetzt wolletn wir ersteinmal in Richting Binz, hielten unterwegs aber noch bei einem Lidl um unser Leergut loszuwerden und für Ostern mit Lebensmittel einzudecken. Anschließend fuhren wir noch mal rüber auf die andere Straßenseite zu einem Edeka-Markt.
Dann ging es aber endgültig weiter in Richtung Binz. Ein großer touristisch erschlossener Ort, an dem es keinen Stellplatz gibt. Also fuhren wir weiter nach Sellin. Der direkte Weg zum Stellplatz war leider durch eine Baustelle gesperrt, aber unser Navi hatte es guut im Griff und lotste uns über die offizielle Umleitung zum Ziel. Gegen halb eins checkten wir ein. Wieder machten wir eine schnelle Mittagspause mit Kaffee und Brot. Dann waren die Hunde an der Reihe. Wir schauten uns Sellin an und gingen zur Kurverwaltung. Hier sollten wir uns noch anmelden. Von dort ging es weiter zur Seebrücke und an dem Strand. Am Ende des Hundestrands kraxelten wir eine Straße hoch. Rechts und links Wald und auch nicht mehr weit zurück zum Stellplatz.
Lange blieben wir aber nicht in unserem Wohnmobil. Jetzt wollten wir noch einmal Sellin ohne Hunde anschauen. Wir gingen runter zum kleinen Bahnhof mit der alten Schmalspur-Dampflok. Zwar warteten viele bereits auf dem Bahnsteig, aber der Zug war weder zu sehen noch zu hören. Darum gingen wir weiter. Einige kleine Geschäfte, die nicht wirklich spannend waren und dann noch ein Supermarkt. Vielleicht gibt es ja hier ein paar Mitbringsel. Ja, wir fanden hier etwas!
Von hier gingen wir vollgepackt mit Mitbringsel weiter zur touristischen Hauptstraße. Wir fanden ein oder zwei kleine Lädem mit den typischen Andenken. Der Rest war Hotels, Pensionen und Restaurants. Wieder zog ein Regenschauer auf und wir schauten uns im Schutz von großen Sonnenschirmen schöne Jacken vor einer Boutique an. Leider war nichts passendes in meiner Größe dabei. Als der Regen aufhörte gingen wir weiter in Richtung Seebrücke. Aber diesmal entschieden wir uns, nicht wieder über den Strand zurückzugehen, sondern über den Wanderweg oben am Hang entlang. Von hier genossen wir noch an einigen Stellen die Aussicht. Das macht vielleicht hungrig!

Seebrücke Sellin
Seebrücke Sellin
Strand von Sellin
Strand von Sellin
Strand von oben
Strand von oben


Zurück am Wohnmobil aktualisierte ich mal wieder unser Reisetagebuch und Janina kochte uns etwas zu Essen. Zum Nachtisch gab es Schoko- und Vanillepudding. Mit vollem Magen gingen wir anschließend rüber zum Waschhaus um dort gemeinsam zu spülen. Das war aber gar nicht so einfach, denn ich bekam meinen Espressokocher einfach nicht aufgedreht. Das war vielleicht ein Krampf! Die Gummidichtung vom Filter hat sich verzogen und machte nnun das Öffnen fast unmöglich. Fürs Spülen konnten wir uns aber Zeit lassen, denn es regnete mal wieder wie aus Eimern. Trotzdem waren wir zu schnell mit dem Spülen, so dass wir doch noch durch den Regen zurück zu unserem mobilen Heim mussten. Dafür begann nun der gemütliche Teil des Abends mit Rotwein, Sticken, Lesen und Tagebuch schreiben. Diesmal prasselte kein Regen oder Eis auf unserem Dach und es pfiff auch kein Wind und ließ das Mobil wie ein Segelboot schaukeln.
Um halb zehn raffte ich mich dann aber doch noch auf und ging noch einmal mit den Hunden kurz raus. Ich wollte auch noch schnell Duschen und um zehn Uhr ist hier Zapfenstreich auf dem Platz. Aber als ich fertig war , war ich nur fünf Minuten über der Zeit. Damit war dieser Tag auch schon wieder zu Ende!

Karfreitag

Leicht bewölkt Janina war schon um sieben Uhr wach und versuchte mich auch wach zu bekommen. Aber ich döste trotzdem immer wieder ein. Um halb acht stand ich dann aber auch auf. Janina war schon mit den hunden Hunden unterwegs. Irgendwann heute Nacht war unser Strom verbraucht und auch unsere Gasflasche leer. Wir verzichteten aber darauf, noch einmal 50 Cent in die Stromsäule zu schmeißen und ließen den Kühlschrank auf Gas laufen. Zum Glück haben wir zwei Gasflaschen an Bord. Den restlichen Energiebedarf musste uns unsere Aufbaubatterie liefern. Unsere Frühstücksbrötchen hatten wir gestern im Lidl gekauft, die hielten wir einfach zum aufbacken über die Gasflamme. So hatten wir ein gemütliches Frühstück mit warmen Brötchen. Während um uns herum bereits Aufbruchstimmung herrschte und die ersten sogar schon abfuhren ging ich ersteinmal zur Anmeldung und tauschte den Stellplatz- und Waschhausschlüssel gegen unsere zehn Euro Pfand zurück. Im Fahrzeug war schon alles verstaut und wir brauchten zur Herstellung der Abreisebereitschaft nur noch das Kondenswasser von Windschutzscheibe abwischen. Mit freier Sicht startete ich den Motor und langsam ging es vom Stellplatz.
Über Nebenstraßen, die als Entlastungsstrecke bezeichnet wurde, fuhren wir nach Stralsund und wurden von Kopfsteinpflaster überrascht. Hier fuhren wir nicht einmal annähernd die zulässigen 80 km/h, so sehr rappelte es.

Rappelpiste
Rappelpiste

Die Straßen waren sehr schmal und mehr als einmal warnten Schilder an den Alleen vor überstehenden Bäumen. Natürlich kommen nach Murphys Gesetz auch immer genau an diesen Stellen andere Fahrzeuge entgegen. Aber diese Nebenstrecke auf Rügen war wirklich sehenswert. Wir kamen durch hübsche verschlafene Dörfer und an geschichtsträchtigen Gebäuden vorbei. Zum Schluß verließen wir Rügen über die kleine Nebenbrücke. Von hier ging es erst einmal vierspurig weiter. Auf der folgenden Autobahn machten wir nur eine kleine Pause bevor es dann wieder über Landstraßen weiter durch Felder und Dörfer in Richtung Greifswald ging. Was wir von dieser Hanse- und Universitäts stadt beim Durchfahren sahen, gefiel uns sehr gut. In Wolgast fuhren wir über eine große Hubbrücke, wie ich sonst nur aus den Niederlanden kannte und schon waren wir auf Usedom.
In einigen Orten gab es Tourismus, aber alles wirkte noch nicht so proffesionell wie auf Rügen. So erreichten wir Peenemünde. Die Stellplatzbeschreibung mit den Kommentaren einiger Besucher vor uns machten uns immer neugieriger. Schlechter Weg zum Stellplatz, lustige Stromsäulen usw. wurden beschrieben.
Die letzten Meter waren wirklich übelstes Kopfsteinpflaster. Wir kamen zum Hafenbecken, daneben mehrere flache Gebäude. Das erste Gebäude war eine kleine Halle, das Zweite war ein Gebäude mit mehreren Appartements für Urlauber und einem Schild "Anmeldung" davor und das dritte Gebäude war wieder eine Halle mit einem Hafenkantor/Hafenmeisterbüro. Dort hielten wir dann zuerst auch einmal und schauten, wo wir uns anmelden können. Schon kam eine Frau auf einem Fahrrad angeradelt und rief uns etwas zu. Sie meinte das wir uns auf der Wiese einen Platz aussuchen und dann aufs Boot gehen um uns dort anzumelden.

Campingplatz Peenemünde
Campingplatz Peeneünde
Da stehen wir
Da stehen wir
Museumsschiff
Museumsschiff
Hafen neben dem Stellplatz
Hafen neben dem Stellplatz


Platz war hier wirklich mehr als genug. Neben der Wiese war ein großes Boot mit einer Tür im Rumpf aufgebaut. Wir dachten, dass wir uns in diesem Boot anmelden müssen und gingen mal suchend rein. Hier liefen einige Familien mit kleinen Kindern herum und verteilten anscheinend gerade die einzelnen kleinen Räume und die Kojen. Uns kam dann direkt ein Mann entgegen und fragte uns was wir drinnen tun, da sie es selber für den Urlaub gemietet hätten. Wir entschuldigten uns mehrfach und erklärten, dass wir die Anmeldung suchen. Er war sehr arrogant und unhöflich. Wir fanden dann ohne Hilfe heraus, dass wir uns auf einem kleinen Schiff am Hafen-Kai anmelden müssen. Unter Deck in dem kleinen Restaurant bzw. der kleinen Kneipe. Geht doch! Reisemobil mit zwei Personen, Strom und zwei Duschmarken. Dann kam unser Mobil an den Strom. Holzkästen mit Steckdosen, deren Klappe durch eine Schnurr mit dicken Stein zugehalten wird. Nun kam zum zweiten Mal unserer WoMo-Zeit der Adapter mit dem Schuko-Stecker zum Einsatz. Anschließend spannte ich noch eine Schnurr, um die Hundedecke mal zum trocknen in die Sonne (ja wirklich - Sonne!) hängen zu können und Janina bereitete wieder unser vereinfachtes Mittagessen bestehend aus Kaffee und Broten vor. Als wir dann satt waren kamen die Hunde an die Reihe. Wir packten unsere Sachen und machten uns auf zum Spaziergang. Wir folgeten einen Feldweg in Richtung Ostsee. Nelson wollte natürlich immer ans Wasser. Wir trafen einen anderen Hundebesitzer, mit dem wir einige Worte wechselten. Dann gingen wir weiter. Der Weg wurde immer schmaler und verlor sich dann sogar ganz. Zurückgehen kam natürlich gar nicht in Frage. Wir kämpften uns weiter durch Gestrüpp und an einer Stelle floh sogar ein kleines Rehrudel vor uns. Aber wir konnten die Hunde gut zurückrufen. Endlich kamen wir wieder auf eine Straße. Der folgten wir in Richtung Flughafen. Hier war eine alte russische Rakete und ein Flugzeug aufgebaut. Wir entdeckten die Überreste eines alten KZ-Arbeitslagers und einen einen alten Bahnsteig, die Zugrampe des Arbeitslagers. Es ist bedrückend, wie grausam Menschen sein können! Der Rest des Weges zurück führte an der Hauptstraße entlang.

Altes Flugzeug
Altes Flugzeug
Alte Russische Rakete
Alte Russische Rakete
Alter Bahnsteig
Alter Bahnsteig


Endlich kamen wir wieder zurück nach Peenemünde. Obwohl es windstill war und die Sonne schien, war es ganz schön kühl. Zurück im WoMo wärmten wir uns ersteinmal auf und tranken noch einen Kaffee und versorgten anschließend die Hunde. Hunger hatten wir auch, aber anstelle zu kochen entschieden wir uns für das kleine Bootsrestaurant, wo wir uns heute Mittag schon für den Stellplatz angemeldet hatten. Es gab drei verschiedene Heringsgerichte (mit Pellkartoffeln, mit Salat und gebraten) und eine leckere Gulaschsuppe, für die wir uns dann auch entschieden. Eine kleine Portion für Janina und eine große Portion für mich. Die war sehr hausmännisch und sehr lecker! Wir aßen die Suppe und gingen dann aber auch schnell wieder zurück zum WoMo. Bevor wir es aber zu gemütlich machten, gingen wir erst einmal kurzentschlossen zum Duschen. Den Rest des Abends verbrachten wir wieder mit Rotwein, Janina stickte, und ich schrieb wieder Reisetagebuch. Dabei wurde es heute sehr spät. Es war schon elf Uhr durch, als ich noch einmal mit den Hunden über den Platz ging. Im WoMo wusch ich mich noch schnell und huschte dann auch ins Bett.

Berlin, wir kommen

Leicht bewölkt Wieder mal war Janina als erstes wach. Es war gerade mal sieben Uhr. Leise machte sie sich fertig und ging mit den Hunden los. Ich blieb noch ein Moment im warmen Bett liegen. Aber nicht lange. Ich war gerade beim Anziehen und waschen, als es an unserer Tür klopfte. Wer ist das? Haben wir etwas falsch gemacht? Drei Knirpse wollten nur fragen, ob wir Brötchen möchten. Ausgestattet mit Schreibblock und Stift stiefelten sie von Reisemobil zu Reisemobil. Leider konnten sie nichts für uns tun, denn Janina wollte ja Brötchen vom Hundespaziergang mitbringen. Das tat mir so leid!!
Ich kochte dann erst einmal Kaffee. Die Sonne schien und es war total windstill, so dass ich die WoMo Tür offen lassen konnte. Ich überlegte sogar, draußen zu Frühstücken.
Als Janina dann mit den Brötchen und den Hunden zurück kam, frühstückten wir erst einmal - aber dann doch im Wagen. Ich ging hinterher noch einmal auf das weit entfernte Klo. Und ich meine wirklich weitentfernt. Als ich zurück kam war schon alles gespült und zur Abfahrt bereit. Ich entfernte nur noch das Stromkabel und dann konnte es schon losgehen. Genau bis zum Entsorgungsplatz. Diesen Ort hatte Janina beim Brötchen holen in Erfahrung gebracht. Ein unscheinbarer Gulli ohne Kennzeichnung auf dem Schotterweg zwischen zwei Hallen und daneben ein Loch mit Betonplatte zugedeckt - für das Klo. Jetzt konnten wir aber endgültig los.Ich folgte wieder vorsichtig den schmalen Straßen und hoffte inständig, nicht bei Gegenverkehr am Baum hängen zu bleiben. Alles ging gut. Unterwegs hielten wir noch einmal zum Einkaufen an. Diesmal war Aldi Nord an der Reihe. Hier konnten wir auch unsere gesamten Lidl-Plastikpfandflaschen abgeben. Bevor wir nun nach Polen fahren, wollte ich noch einmal tanken und die 1,189 Euro/Liter kamen mir günstig vor. Jetzt brauchten wir nur noch einen Geldautomaten und eine Bäckerei finden. Diese fanden wir aber erst einen Ort weiter. Während Janina neues Brot in der Bäckerei kaufte entdeckte ich vom Fahreresitz aus einen Fischimbiss direkt neben der Bäckerei. Janina ging sogar nocheinmal los, um mir ein Matjesbrötchen zu kaufen. Das Opfer war aber sehr groß, denn sie musste bestimmt zehn Minuten Vor dem Verkehrsfenster in der Kälte warten. Keine Ahnung, was die dort machten, aber ich sah auch niemanden zum Hinterausgang rausrennen, um den Fisch vielleicht frisch zu fangen...
In einer Hand dann das Brötchen und in der anderen Hand das Lenkrad ging es dann weiter. Aus den Augenwinkeln heraus sah ich noch ein Hinweisschild, dass der der von uns angepeilte Grenzübergang gesperrt ist und wir der Umleitung folgen sollen. Irgendwie kam mir die Richtung komisch vor, aber zum Schluss war der Umweg dann doch richtig.

Fähre in Polen
Fähre in Polen
In Polen folgten wir dann der B3. Nach höchstens fünf Kilometern mussten wir die Fähre nehmen. "Haben die hier in Polen eigentlich Euro? Wie bezahlen wir denn dann die Fähre?" "Keine Ahnung!" Das kann ja heiter weiter werden. Gerade in diesem Augenblick kam eine der zwei pendelnden Fähren an und als dann endlich der Gegenverkehr die Fähre verlassen hatte durften wir als einer der ersten auffahren. Und was noch besser ist - die Fähre war kostenlos! Es kam wirklich kein Kassierer...! Weiter ging es dann über die B3, mal zwei und auch zwischendurch mal vierspurig. Die Strecke war echt gut ausgebaut. In Stettin fuhren wir wieder über die Grenzenach Deutschland und dann weiter über die wenig aufregende Autobahn nach Berlin.
Der anvisierte Stellplatz lag ziemlich dicht an der Abfahrt. Um viertel vor fünf waren wir endlich da. Vor uns stand bereits ein anderes Reisemobil in der Zufahrt und wir dann dahinter. Die Weiterfahrt auf den Platz war durch ein "Durchfahrt Verboten"-Schild verhindert und ein Platzwart nicht zu finden. Der war in den Sanitärräumen beim putzen, aber zu den versprochenen Bürozeiten an der Bürotür war er wieder da.
Wir durften auf einem Kurzzeitstellplatz für den Preis von 15,- Euro stehen bleiben. Dieser gilt von 17:00 Uhr bis zum nächsten Tag 10:00 Uhr. Dafür dürfen wir aber auch nicht die Sanitärräume benutzen und Strom gibt es auch nicht! Ein Euro Steuern mussten wir noch zusätzlich bezahlen . Warum das ein TOP-PLatz sein soll? Keine Ahnung! Nach den Formularitäten gingen wir aber erst einmal mit den Hunden. Erst schauten wir uns die benachbarte Siedlung mit einem Grünstreifen an einem kleinen Bach an, aber gingen dann zurück und an dem Stellplatz vorbei zu einem Wald gegenüber. Den Hunden freuts.
Wir waren nun so hungrig, dass wir beschlossen zurückzugehen. Ohne Spülmöglichkeit wollten wir nicht selber das Essen zubereiten, also gab es Pommes, Schnitzel und Hamburger vom Schnellimbiss um der Ecke. Die Hunden luden wir aber vorher am WoMo ab. Wir holten nur das Essen und aßen es gemütlich in unserem Fahrzeug. Zum Schluß wurden nur noch die Hunde gefüttert und wir gingen zum gemütlichen Teil über. Facebook checken, Tagebuch schreiben und Sticken. Das war aber schon anstrengend, denn die Augen wurden bereits schwer. Gewohntermaßen machte ich noch mal kurz nach halb zehn mit den Hunden auf den Weg. Anschließend eine schnelle Katzenwäsche in unserem WoMo und dann ab ins Bett.

Vorletzte Etappe

Sonnig Die Nacht war sehr unruhig. Neben uns stand ein bestimmt noch einmal zwanzig Jahre älteres Wohnmobil, dass kaum größer war als unseres. Aber es beherbergte eine Familie mit zwei oder drei pubertierenden Kindern. Als sie vermutlich aus der Berliner Innenstadt zurück kamen machten sie mächtig Radau und über Nacht war da noch einige Male Lärm mit den Kindern, die wohl irgendetwas mit ihren Eltern ausdiskutieren wollten. Unglaublich!
Irgendwann zwischen sieben Uhr und halb acht stand Janina mal wieder als erstes auf und ging mit den Hunden die erste Runde. Ganz kurz nur genoß ich die Bettwärme und stand dann auch auf und fing an das Frühstück vorzubereiten, als Janina auch schon wieder zurück kam. Sie hatte es sogar geschafft, frische Brötchen am Ostersonntag hier in Berlin zu organisieren. Sie übernahm dann auch noch das Kochen der Frühstückseier. So hatten wir ein schönes und gemütliches Osterfrühstück. Dann mussten wir aber dem Ruf der Pflicht folgen. Wir packten alles zusammen, Janina spülte noch schnell und schaffte es sogar, die Toilette zu leeren. Ich wischte das Kondenswasser von der Windschutzinnenseite und brachte noch schnell den Müll weg. Dann waren wir auch schon Abfahrtbereit. Genau eine Minute vor zehn Uhr. Dieser "Premium-Platz" hielt uns nicht länger als nötig.
Wir hätten vielleicht noch mal Frischwasser bunkern müssen, denn die Anzeige stand nur noch auf ein viertel Füllung. Wir sollten also sparsam sein. An der Versorgungsstation standen schon zwei Fahrzeuge, es herrschte insgesamt eine allgemeine Aufbruchstimmung und wer weiß, ob wir das überhaupt als "Kurzeitparker" gedurft hätten?!
Wir verließen also den Stallplatz und auch Berlin. Wir kamen an den alten Avis-Tribünen vorbei und fuhren aus Berlin raus. Ein Stück ging es noch durch Brandenburg und dann auf die A2 nach Sachsen-Anhalt. Von dort aus fuhren wir bis Hannover durch. Da wurden wir auf Bundesstraßen durch Hannover nach Paderbornvon unserem Navi geleitet. In Hannover war es etwas anstrengender und vor einem Kreisverkehr musste ich mich auf die linke Spur einordnen und setzte dafür den Blinker. Der Fahrer hinter mir machte erst den Anschein, mich reinzulassen, zog dann aber doch vorund fing sich neben mir furchtbar an aufzuregen. Sturer Rentner. Ich hatte vorsichtig versucht die Spur zu wechseln, ohne mich reinzudrängen. Dann bin ich halt hinter ihm auf die richtige Spur gewechselt.
Hinter Hannover hieletn wir an der nächstmöglichen günstigen Tankstelle. Janina bat mich, einen "Oster"-Kinderriegel mitzubringen . Erst im letzten Augenblick vor dem Bezahlen fand ich die letzten beiden Riegel, die ich dann natürlich kaufte. Weit kamen wir dann aber von hier aus nicht, denn die vierspurige Bundesstraße war wegen eines Unfalls komplett gesperrt und wir wurden von der Polizei über die Abfahrt von der Straße geleitet. Kein Hinweisschild, das uns einen Anhalt geben könnte und ein Navi, dass mich nur wieder zurück auf die Bundesstraße leiten wollte waren nicht wirklich hilfreich. Wir folgten einfach den anderen...! So kamen wir tatsächlich zur nächsten Auffahrt. Die war aber auch noch gesperrt. Na super! Ein, zwei kleinere Orte und schmalen Straßen, und so umfuhren wir die Sperrung großräumig. Rinteln war wieder ausgeschildert.
Nun kamen wir auch wieder gut voran, denn die die Straße ging zumindest immer dreispurig weiter. Mal haben wir zwei Spuren zum überholen, dann mal wieder die Gegenspur - und das immer schön im Wechsel. Das ist wirklich genial und verhindert bestimmt den einen oder anderen riskanten Überholversuch.
Wir machten noch einmal eine kurze Pause, bei der wir auch die Hunde noch einmal laufen ließen und dann fuhren wir die letzten 30 Kilometer durch. Gegen 17:00Uhr kamen wir an unserem Ziel an. Ein wirklich sehr schöner und gemütlicher Familienbesuch und der Abend verging wie im Flug. Irgendwann zogen wir uns ins WoMo zurück, aber bevor ich mich bettfertig machte ging ich noch einmal mit den Hunden. So waren wir dann endlich um 00:20 Uhr im Bett. Einmal bellte noch Smilla und ich hatte Schwierigkeiten einzuschlafen, aber der Tag war jetzt zu Ende!

Auf nach Hause

Leicht bewölkt Obwohl wir spät ins Bett gegangen waren, sind wir doch recht früh wieder wachgeworden. Um halb neun standen wir bereits auf. Janina ging wieder mit den Hunden und obwohl wir von draußen schon sahen, das unsere Gastgeberin auch schon in der Küche aktiv warkochte ich mir trotzdem erst ein Kaffee im WoMo. Später frühstückten wir noch alle gemeinsam im Haus und dann war es auch schon Zeit, sich zu verabschieden.
Auf der A44 stockte der Verkehr vor Unna, aber ansonsten kamen wir gut durch. Wir fuhren natürlich erst noch zum Weseler Stellplatz und leerten alle Brauchwassertanks. Ich kam noch mit zwei anderen WoMo-Besitzern ins Gespräch, die auf ihrer ersten Tour waren und jetzt hier in Wesel standen. Dabei bekam ich gar nicht mit, dass inzwischen zwei weitere WoMo's hinter mir standen, die auf die Entsorgung warteten. Uuups! Als der letzte Fahrer vorkam entschuldigte ich mich und wir fuhren dann nach Hause.
Um 14:15 Uhr standen wir wieder auf unserer Aufffahrt. Wir begrüßten unsere daheimgebliebenen Kinder und machten uns dann daran, dass WoMo auszuräumen. Das ging richtig gut voran und dauerte keine zwei Stunden. Jetzt war ein sehr schöner unser erster langer Urlaub endgültig zu Ende.

28.10.2015