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Eisenach

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Unsere Vorbereitung

Eigentlich ist Wintercamping so gar nicht unser Ding. Allerdings haben wir zufällig und unerwartet einen Freitag frei bekommen und was kann man an einem verlängerten Wochenende machen, wenn man das Wohnmobil in der Hofeinfahrt stehen hat. Spontan planten wir einen dreitägigen Kurztrip. In unserer näheren Auswahl standen die Eifel oder die Mosel. Ein Ziel, dass man in wenigen Stunden erreichen kann. So gerne wir uns auch Dresden mal zusammenanschauen wollen, denn bisher waren wir dort nur beruflich bedingt und immer getrennt. Allerdings sind uns die 700 Kilometer zu weit für einen dreitägigen Ausflug. Also suchten wir ein schönes Ziel in der näheren Gegend. Die Eifel oder die Mosel hätten wir mit Wandern verknüpft, aber eigentlich ist das Wetter im November zu unbeständig, damit es richtig Spass machen könnte und jetzt fangen ja auch schon die ersten Weihnachtsmärkte an.
Niedersachsen kennen wir schon zur Genüge, Hessen ist gefühlt einfach nur mittendrin, im Westen wohnen wir, also bleibt nur noch die östliche Himmelsrichtung. Und zieht man dann auf der Karte eine Linie an Kassel vorbei, kommt man irgendwie nach Eisenach. Es ist gar nicht so weit, wie wir dachten und der Weihnachtsmarkt soll ja auch sehr schön sein. Ich befragte schnell meine Stellplatz-App nach möglichen Stellplätzen und schon haben wir uns entschieden. Es geht nach Eisenach!

Unsere Hinfahrt

Hinfahrt

regen Heute standen wir früh auf. Wir hatten bisher gar nichts für unsere Tour vorbereitet. Ich musste meine Anziehsachen noch zusammensuchen und wir hatten noch kein Frischwasser im Tank. Außerdem brauche ich morgens erst einmal meine Zeit, um ansprechbar zu werden. Obwohl wir erst noch einmal mit den Hunden eine Morgenrunde drehen mussten und auch noch gemütlich frühstücken wollten, waren wir dann doch schon gegen zehn Uhr Abfahrbereit und ich konnte unser WoMo vom Stromkabel abnabeln. Den Frischwassertank hatte ich nur zur Hälfte gefüllt, denn unsere Reise sollte ja nur drei Tage dauern und wir hatten Temperaturen um den Gefrierpunkt. Aus dem Wohnmobilforum hatte ich den Tipp übernommen, den Frostschutzschalter mit einer Wäscheklammer zu sichern, damit wir das Wasser nicht schon während der Fahrt verlieren. Alles war gefüllt und verstaut, jetzt kann es losgehen.
Das erste Stück ging über einen kleinen Boxenstopp (es war doch nicht alles aufgefüllt...) in unsere Innenstadt. Wir mussten noch Brot für uns kaufen und ich wollte in der Buchhandlung nach Lesestoff für mich schauen. So waren wir dann endgültig gegen elf Uhr auf der Autobahn.
Auf der A44 kamen wir bei Soest in einen Stau. Übers Radio erfuhren wir, dass hierfür ein Unfall in einer Baustelle die Ursache sei. Da wir keine Lust hatten, uns da durch zu quälen, nahmen wir die nächste Ausfahrt und versuchten den Stau in Richtung Möhnesee zu umfahren. Da wir dann schon mal hier waren, suchten wir eine Stelle, um eine Pause zu machen. Es war ein kleiner Stellplatz in Echtrup am Möhnesee ausgeschildert. Den fuhren wir dann einfach mal an. Aber nur, weil es sonst an geeigneten Parplätzen fehlte. Zwar war nebenan ein Parkplatz für PKW's, aber der war eine komplette Baustelle und wurde jetzt außerhalb der Touristensaison neu gestaltet.
Auf dem Stellpaltz waren wir das einzige Fahrzeug. Eine asphaltierte Fläche von Hecken und einem Zaun umgeben und ein Parkticketautomat. Hier würde ich auch nicht bleiben wollen. Ich habe soeben den unattraktivsten Stellplatz meiner kurzen Wohnmobilkarierre entdeckt! Da wir die einzigen waren und nur kurz die Hunde rauslassen wollten ersparte ich es mir, hier ein Parkticket zu kaufen. Es sah wirklich aus, wie ein alter Maschinenabstellplatz der Stadtgärtnerei oder der Stadtwerke.

Stellplatz Möhnesee

Unseren Hunden war es egal. Sie liefen hier einfach ungestört herum. Nur ich entdeckte beim kritischen Blick auf unser WoMo eine Wasserlache unter dem Fahrzeug. Hat der Frost jetzt den Grauwassertank gesprengt? Zum Glück nicht. Es war nur die Wäscheklammer auf dem Frostschutzschalter verrutscht. Jetz wussten wir nur nicht mehr genau, wieviel Wasser wir noch im Frischwassertank haben. Die analoge Anzeige zeigt nämlich nur an, ob der Tank viertel-/halb- oder dreivieltelvoll ist. Dazwischen gibt es keine feiner abgestufte Anzeige. Da uns ein Füllstand von ein Viertel angezeigt wurde, kann es auch bedeuten, dass die Wasserfühler für die "Leer"-Anzeige so gerade noch mit Wasser benetzt sind, der Tank aber bereits fast leer ist. Ändern kann ich es hier auf diesem Platz ohne irgendeine Versorgungs- oder Endsorgungseinrichtung sowieso nicht mehr.
Nachdem die Hunde einen kurzen Auslauf hatten fuhren wir noch ein kleines Stückchen am Möhnesee entlang und dann wieder zur A44 zurück. Hoffentlich haben wir den Stau auch wirklich weit genug umfahren!
Der Stau war wirklich hinter uns und nun konnten wir schön gemütlich in Richtung Kassel weiterfahren. Hier gab es das nächste Highlight. Mittagspause bei Burger King am Rasthof. Ich hatte inzwischen wirklich großen Hunger. Im Anschluss bekamen unsere Hunde noch etwas zum Trinken und einen kurzen Auslauf bevor es weiterging. Wir blieben nur ein kurzes Stück auf der A7. Unser Navi leitete uns für den Rest der Strecke über Landstraßen und einem Fragment der neuen A44. Kilometer lang fuhren wir neben Baustellen für den Weiterausbau der Autobahn her. Es wurden Tunnel gegraben und Brücken gebaut. In Folge dieses Treibens war auf der nassen Strasse, auf der wir fuhren sehr viel roter Dreck. Ich mochte wir gar nicht vorstellen, wie dieser von unseren Reifen am ganzen Wagen entlang hochgeworfen wird. Ich fuhr direkt nochmal vorsichtiger. Ob nun mein defensiver Fahrstil oder die Regenschauer bewirkten, dass unser WoMo am Ziel gar nicht so dreckig war, kann ich aber nicht sagen. So folgten wir brav der B7 und auch der B400. Hessen ist aber ganz schön groß! Ich habe wirklich geglaubt, dass wir viel weiter durch Thüringen fahren müssen, um nach Eisenach zu kommen. Das passiert halt, wenn man keine Karten mehr für eine Reiseplanung benutzt und sich nur noch auf sein Navigationsgerät verläß.
Die letzten Kilometer wurden wir noch einmal über die Autobahn "geroutet" und dann noch über die B19 fast direkt bis zu dem von uns geplanten Stellplatz.
Es wurde schon langsam dunkel, als wir ankamen. Es war bereits ein einziges Wohnmobil hier und wir stellten einige Parkbuchten weiter erst einmal hin. Der Abstand war groß genug, um nicht als "Kuschelparker" zu gelten. Als nächstes ging wir zur Anmeldung. Das wir erwartet wurden, interpretierten wir einfach mal in die Tatsache, dass unsere Ankunft schon durch das Bürofenster vom Platzbesitzer beobachtet wurde. Die Anmeldung lief fast ohne Schwierigkeiten. Irgendwie hatten wir es versämt uns ausreichend mit Bargeld einzudecken und Kartenzahlung war hier auch nicht mölich. Da waren wir wohl etwas Blauägig! Es war aber kein Problem, und wir versprachen schnellsmöglich einen Geldautomaten zu suchen. Trotzdem durften wir Brötchen vorbestellen und bekamen den Türcode zu den Sanitärräumen verraten. Schnell wurde noch das Auto verkabelt und dann waren die Hunde endlich an die Reihe. Im dunkeln erkundeten wir ein wenig das nähere Umfeld. Es war aber so kalt und windig, dass wir es nicht lange durchhielten. Im warmen Wohnmobil belohnten wir uns dann erst einmal mit warmen Kaffee.
Später suchte ich mit Klopapier bewaffnet das Sanitärgebäude auf. Das Türcodeschloss war erst etwas widerspenstig aber konnte sich nicht lange wehren. Ich saßkeine Minute und hing meinen Gedanken nach, da ging das Licht aus. Eine Taschenlampe hatte ich natürlich nicht dabei und das floureszierende Licht meiner Uhr brachte mich auch nicht weiter. Ich versuchte es mit Armewedeln. Und was soll ich sagen - es half. Glück gehabt! Den Rest des Abends verbrachten wir nur noch m it Lesen und Tagebuch schreiben. Es war schön gemütlich im geheizten WoMo.

2. Tag 28.11.2015

wolkig Die letzte Nacht haben wir beide nicht besonders gut geschlafen. Was gestern Abend schö gemütlich war, war heute Nacht eindeutig zu viel. Wir mussten die Truma Heizung in der Nacht runterregeln weil es unerträglich war. Da fehlten uns wirklich noch die Erfahrungswerte. Normalerweise schlafen wir nicht in geheizten Rämen, aber der Wind zog gestern Abend so kalt am Wagen lang, dass es uns sinnvoller erschien, die Heizung leicht im Hintergrund mitlaufen zu lassen. Aber das war dann doch des Guten zu viel. Wir lernen ja noch...
Um kurz nach Acht sind wir dann aufgestanden. Da ich ein Kaffeeabhängiger Morgenmuffel bin, durfte ich erst einmal mein Kaffee zubereiten, während meine Beifahrerin sich um die Hunde kümmerte. Nach dem ersten Kaffee holte ich die bestellten Brötchen aus einer offenen IKEA-Kunststoffbox vor dem Büro und bereite dass Frühstück vor. Das hat auch den Vorteil, dass wir und die Hunde uns nicht gegenseitig im Wege stehen oder liegen.
Nach einem gemütlichen Frühstück, packten wir uns warm ein und machten uns auf dem Weg zum benachbarten Gewerbegebiet. Dort hatten wir ein Lidl erspäht und wir mussten ja auch immer noch einen Geldautomaten suchen. Wir kämpften uns ein kurzes Stück an einer vielbefahrenen Hauptstraße ohne Gehweg entlang. Am Lidl wartete ich mit den Hunden draußen in der Eiseskälte, während Janina die fehlenden Kleinigkeiten einkaufte. Ich wäre sooo gerne mal in den Baumarkt nebenan gegangen. Von hier ging es weiter zu Fuß in Richtung Innenstadt, immer auf der Suche nach einem Geldautomaten. Zum Glück kann ich die Navigon-App auch zur Fußgängernavigation benutzen. So ersparten wir uns den Weg direkt an der Hauptstrasse entlang. Und so konnten wir uns auch zu einem Bankautomaten als POI navigieren lassen. So hatten wir einen schönen Fußmarsch durch eine Hochhaussiedlung und an einem Geocache vorbei, den wir aber leider nicht fanden, in Richtung Stadtzentrum.

Ampelmaennchen

Altes Kneipengebaeude

Kirche

Wir hielten kurz an der Touristinformation, gingen aber direkt über den Weihnachtsmarkt weiter. Das es noch nicht so voll war, gingen wir mit den Hunden an der kurzen Leine quer über den Markt wobei ich riesige Probleme hatte Nelson davon abzuhalten an jedem Bratwurststand den Fußboden nach Thüringer Bratwurstresten bis auf molekularer Ebene abzusuchen. Die Fußgängerzone beheimatete die selben Drogerieketten und Buchhandlungsketten wie bei uns zu Hause. Da Laufen in dieser Kälte hungrig macht, wir aber die Hunde dabei hatten entschlossen wir uns zu einem kleinen Boxenstopp zum Mittag bei einer amerikanischen Baguette-Fast Food Kette. Wieder wartete ich heldenhaft draußen. Wir aßen draußen, was den Vorteil hatte, dass die Eiswürfel in der Cola bei dieser Kälte nicht schmelzen konnten.
In unserem heutigen Pflichtenheft stand jetzt noch die Suche nach einer Bäckerei. Wir brauchten noch etwas Brot und wir wollten uns noch mit etwas Kuchen zum Kaffee heute Nachmittag belohnen. Ratet mal, wer wieder draußen wartete zwinkender Smiley?
Jetzt aber zurück. Wir hatten nun einen ersten Eindruck von Eisenach, den wir dann später noch intensivieren wollten.

Straß

Bach

Doppelkurbel-Kniehebel-Tiefziehpresse

Diesmal wählten wir aber nicht den gleichen Weg zurück sondern entschieden uns nun für den direkten "mathematischen" Weg("Die kürzeste Strecke zwischen zwei Punkten ist eine Gerade!"). Zwischen der Eisenacher Innenstadt und dem Gewerbegebiet mit dem Stellplatz liegt nämlich ein unbebauter Hügel und meine Navigationssoftware versicherte mir, dass es dort auch Wege gibt. Die Vorteile liegen auf der Hand: kein Straßenverkehr um uns herum und der "küzeste" Weg bedeutete auch, dass unsere Hunde sich nun etwas freier bewegen können. So war es dann auch. Zwar wurde der Weg stellenweise sehr eng und war zugewachsen, aber es war ein Weg und wir kamen tatsächlich ohne weitere Umwege zurück zum Stellplatz. Damit sind wir dann für heute auch genug gelaufen. Als erstes machten wir eine Kaffeepause mit dem gekauften Gebäck und Kuchen. Das hatten wir uns verdient.
Den Rest des Nachmittags verbrachten wir wieder mit lesen. Leider lese ich viel zu selten. Ich versetze mich immer so sehr in die Charaktäre eines Buches, dass es dann dazu führt, dass ich das Buch gar nicht mehr weglegen mag und es wirklich in einem Rutsch durchlesen könnte. Außerdem fällt mir mir dann immer schwer, ein neues Buch anzufangen. Man hat sich so an die Personen gewöhnt, und ich mag mich dann nicht sofort wieder an Andere gewöhnen. Würde ich im Alltag zu einem Buch greifen, bräuchte ich wahrscheinlich Monate, denn ich schlafe eigentlich nach der zweiten Seite vor Müdigkeit (nicht Langeweile) ein. Dabei ist dann die erste Seite die Wiederholung der zweiten Seite vom Vortag, die ich so gerade noch im Halbschlaf geschafft hatte. So freue ich mich dann um so mehr auf viele Bücher im Urlaub. Aber nun zurück nach Eisenach in die kalte Realität außerhalb unseres Wohnmobils;-). Das vorletzte größe Ereignis des heutigen Tages war die Zubereitung unseres Abendessens. Dosensuppe! Es ist schließlich Urlaub...
Zu guter Letzt war das zweite große Ereignis des heutigen Abends der Besuch des Waschhauses. Der Weg dort hin war kalt, der Weg zurück natürlich auch aber zwischendurch blieb man durch zusätzliche Bewegung warm, denn wenn man sich unter der Dusche nicht bewegte, ging direkt das Licht wieder aus. Die Einstellung des Bewegungsmelders ist bestimmt Verbesserungswürdig. Sauber und müde gingen wir ins Bett.

3. Tag, 29.11.2014

wolkig Heute Nacht schliefen wir richtig gut und auch ungewöhnlich lang. Erst um neun Uhr standen wir auf. Wie immer ging Janina als erstes mit den Hunden, während ich noch muffelnd das Frühstück zubereitete. Morgens ist einfach nicht meine Zeit. Ich holte sogar die Brötchen beim Platzwart ab.
Nach dem gemütlichen Frühstück im warmen Wohnmobil packten wir uns warm ein und gingen hier direkt am Stellplatz im herbstlichen "Grünen" auf dem Lerchenberg spazieren.

Bauernhof

Matschweg

Je länger wir unterwegs waren, umso weniger machte uns die Kälte aus. Die Wege waren auch stellenweise sehr matschig, aber die Hunde hatten ihren Spass. Unser Plan war es nämlich, die beiden heute morgen soweit auszupowern und zu beschäftigen, dass wir nachmittags dann alleine noch die Innenstadt in Ruhe anschauen können. Als wir nach drei Stunden wieder zurück kamen hatten wir nicht mehr viel Zeit. Laut Aushang am Stellplatz fährt heute nur ein einziger Bus in Richtung Innenstadt und den wollten wir um 14:43 Uhr erwischen. Es blieb nicht viel Zeit um uns Frisch und Stadtfein zu machen, aber wir schafften es. Die Bushaltestelle ist an der einzigen Zufahrtsstraße zu diesem kleinen Gewerbegebiet und bevor der Bus hier hält, fährt er ersteinmal in in dieses Gebiet über die Ringstraß und kommt dann direkt in der richtigen Fahrtrichtung an. Das signalisierte uns der Busfahrer auch so, als er uns sah. Wir machten wohl sehr ungläubige Gesichter, als er auf der gegenüberliegenden Starßenseite zuerst einfach an uns vorbeifuhr. Wir kauften schnell die Tickets für eine einfache Fahrt und dann ging es schon los. Linienbusse fahren ja bekannterweise nie den direkten Weg und so kamen wir wieder an fast allen Orten vorbei, an denen wir gestern schon vorbeiliefen.
Wir stiegen bei dem kleinen Weihnachtsmarkt aus und schauten ihn uns diesmal in Ruhe an. Holzschnitzereien, Wurstbuden und alles andere, was zu einem Weihnachtsmarkt gehört fanden wir vor. Obwohl wir jetzt auch riesigen Hunger hatten, aßen wir hier nichts.Keine Bratwurst oder Waffel erschien uns verlockend (oder doch eher ausreichend) genug. Wir entschieden uns stattdessen für eine kleine Pizzeria in der Fußgängerzone. Es war sehr voll und wir bekamen so gerade eben noch einen freien Platz. Der Nachteil war aber, dass es an diesem Tisch sehr zugig und kalt war, wenn die Tür von anderen Gästen geöffnet wurde. Aber es war trotzdem noch wärmer als gestern bei Subways.
Frisch gestärkt wandten wir uns nun unserem Hauptziel zu. Wir wollten ins Bach-Haus und Museum. Die Hinweisschilder führten uns aber nicht auf dem direkten Weg dorthin. Trotzdem fanden wir das Museum. Brav bezahlten wir den Eintritt und gingen auf eigene Faust los. Auf das stündlich eingespielte Konzert verzichteten wir und schauten uns nur die Ausstellung an. Mich interessierte der mathematische Hintergrund zu Bachs Musik, der dort toll erklärt wird, und auch die Kuriositäten, wie zum Beispiel das in einer Geige eingebaute Blasinstrument.
Damit konnte dann auch der Punkt "Kultur" auf unserer Liste abgehakt werden. Es gibt hier auch noch das Lutherhaus. Allerdins wird diese Gebäude noch bis September 2015 restauriert und so verzichteten wir auf einen Besuch.

Zum Lutherhaus

Hier wird renoviert...

Die Wartburg als Wahrzeichen von Eisenach besuchten wir auch nicht. Das Wetter war einfach nicht verlockend genug, um sich auf den Aufstieg zu machen. Das heben wir uns für den nächsten Besuch auf.
Darum begaben wir uns wieder auf den Rückweg, wieder zu Fuß. Der Bus fuhr an diesem Tag leider nicht mehr. Diesmal entschieden wir uns für den etwas längeren und ausgebauten Weg und kamen an einem kleinen Einkaufszentrum vorbei. Hier gingen wir einmal durch und schauten uns die Geschäfte an und wärmten uns kurz auf. Für unser gesundes Gewissen kauften wir noch zwei Mandarinen. Das ganze muss ja schließlich auch noch zurück getragen werden...
Am Wohnmobil wurden wir von unseren wachsamen Hunden freudig begrüßt. Nach einer kleinen Auslaufrunde zogen wir uns ins Wohnmobil zurück und tranken noch einen verspäteten Kaffee. Da setzte auch schon eine leichte Müdigkeit ein. Den ganzen Tag durch die Kälte laufen macht irgendwie müde. Darum passierte außer Lesen oder Tagebuch schreiben auch nichts berichtenswertes mehr.

Tag der Rückfahrt, 30.11.2014

Rückfahrt

wolkig Gegen neun Uhr wurden wir wach. Uups, schon so spät?! Schnell machten wir uns fertig, führten die Hunde aus und bereiteten das Frühstück zu. Heute ist Sonntag und das bedeutet es gibt auch ein Frühstückseibiggrin. Aber nun mussten wir uns Abreisebereit machen. Wir verstauten alles und ich trennte unseren Wagen vom Strom. Um elf Uhr waren wir startklar.
Über Bundestraßen fuhren wir wieder die gleiche Strecke in Richtung Kassel zurück. Unterwegs hielten wir noch einmal zum Tanken. Hier kostete ein Liter Diesel heute 1,299€.
Um auf die A7 zu kommen, mussten wir erst in Richtung Hannover bis zur nächsten Abfahrt fahren. Eine Baustelle verhinderte ein direktes Auffahren in unsere geplante Richtung.
Der Rückweg wurde nur noch von einer Toilettenpause und einem Verpflegugungsstopp an einem Rasthof unterbrochen. Unser spätes Mittagsmenü war mal wieder sehr Fast Food lastig. Nach einen letzten Halt am Stellplatz an unserem Wohnort zum Entsorgen waren wir um 17:00 Uhr wieder zu Hause.
Wir rämten die erste Kleinigkeiten aus dem WoMo und dann gab es den ersten Adventskaffee mit selbstgebackenen Keksen. Damit war nun auch ein schönes aber auch kaltes Wochenende zu Ende. Zugleich war es auch in diesem Jahr unsere letzte Tour.

Zusammenfassung

Eisenach ist ein sehr schönes Städtchen in dem man sehr viel entdecken kann. Johann Sebastian Bach, Martin Luther und auch die Wartburg sind nicht alles, das Eisenach zu bieten hat. Leider ist der Stellplatz ziemlich abgelegen in einem Gewerbegebiet. Aber dafür bietet der Betreiber Leihwagen an und es gibt auch eine Busverbindung. Die Sanitärräume sind frisch renoviert. Hier könnte der Zeitintervall für die Beleuchtung etwas länger sein. Dafür war die Wärmelampe in der Dusche sehr angenehm.
An den Werktagen gibt es einen Brötchenservice und man kann seinen Aufenthalt auch im benachbarten Fritz Berger Geschäft verbringen.
Bezahlt haben wir 10,00 € pro Nacht und 3,00 € pro Tag für den Strom. Hier hat es gut gefallen und es gibt in und um Eisenach noch vieles zu entdecken. Aber beim nächsten Mal bei schönerem Wetter!